Wie sind die allgemeinen Rahmenbedingungen der Krankenversicherung in Deutschland?

In Deutschland besteht ein duales Krankenversicherungssystem aus gesetzlicher (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV).

·       Für einen Großteil der Bevölkerung besteht eine gesetzliche Versicherungspflicht. Sie gehören automatisch einer GKV an.

o   Für die Mitglieder in einer GKV sind die Leistungen und Kosten weitgehend durch gesetzliche Bestimmungen normiert.

o   GKV –Unternehmen stehen inzwischen aber auch im Wettbewerb untereinander und versuchen deshalb durch begrenzte Leistungs- oder Kostenanreize Versicherte für sich zu gewinnen

·       Wer nicht der Versicherungspflicht unterliegt, kann sich für  eine Private Kranken-Vollversicherung entscheiden (z.Zt. sind das ca. 10 % der Bevölkerung – mit steigender Tendenz)

o   Zu diesem Personenkreis gehören Selbständige, Beamte und Arbeitnehmer, die mit ihrem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegen.

o   Mit seiner Entscheidung zu einer PKV kann der Kunde die Leistungen grundsätzlich frei wählen und damit auch die Prämienhöhe maßgeblich beeinflussen.

§  es muss aber mindestens  eine Grundversorgung in Form von ambulanten und stationären Leistungen bestehen

§  und der jährliche Selbstbehalt darf nicht höher als 5.000,-€ sein.

·       Die PKV-Unternehmen stehen zunehmend im Wettbewerb – nicht nur mit den privaten Mitbewerbern auf dem Markt, sondern auch mit der GKV.

o   Zusätzliche Bevölkerungsgruppen wie Rentner und gut verdienende Angestellte sind in die GKV einbezogen worden und

o   Selbständige haben inzwischen das Recht, sich in der GKV freiwillig weiter zu versichern.

·       Auch wer in einer GKV versichert ist, kann sich zusätzliche Leistungen für den Krankheitsfall über eine Private Kranken-Zusatzversicherung beschaffen,

o   Z.B. Wahlleistungen im Krankenhaus oder Behandlungsformen, die in der GKV nicht vorgesehen sind