Was sind anomale Risiken und wie können diese in der PKV versichert werden?

Unter anomalen Risiken versteht man in der PKV die Versicherung von subjektiv oder objektiv vorbelasteten Antragstellern.

Wenn die Risiken (z.B. bei bestimmten Erkrankungen) nicht abgrenzbar sind,  muss i.d.R. eine Ablehnung erfolgen, um zu hohe Belastungen für das Kollektiv zu vermeiden. Das gleiche gilt beim subjektiven Bonitätsrisiko.

Das anormale Risiko kann aber auch unter erschwerten Bedingungen angenommen werden wie

·       Zuschläge (i.d.R. bei Berufsrisiken)

·       Leistungsausschlüsse (z.B. Sportverletzungen bei Profisportlern)

·       Vorauszahlung von Beiträgen, Verlängerung der Stornohaftung oder Minimierung von Provisionszahlungen (bei unsicherer Zahlungsfähigkeit)

Durch Vereinbarung von Zuschlägen oder Leistungsausschlüssen wird ein bei Antragstellung zunächst anormales Risiko für den Versicherer zum normalen Risiko.

Aufgrund des medizinischen Fortschritts und einer verbesserten Versicherungstechnik können anormale Risiken heute besser kalkuliert werden als früher und sind daher häufiger versicherbar.