Welche Bedeutung haben der Basis- und Standardtarif in der PKV und worin unterscheiden sie sich?

Standardtarif

·       er entstand aus einer Verpflichtung der Krankenversicherer und dem Wunsch, die PKV zukunftsfähig zu machen.

·       er ist u.a. Voraussetzung für den Arbeitgeberzuschuss

·       er bietet Kunden die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen in diesen Tarif zu wechseln.

·       er entspricht dem Niveau des Versicherungsschutzes in der GKV mit einem einheitlichen Höchstbeitrag - jedoch mit risikogerechten Beiträgen.

Das bedeutet, dass ein Kunde in einer höheren Altersgrenze mit seinem Beitrag auch über dem GKV-Höchstbeitrag liegen kann.

Die nicht ausreichenden Beiträge werden über die Versichertengemeinschaft mit einem sog. Optionszuschlag finanziert,  d.h. alle krankheitskosten- vollversicherten Kunden im Bestand.

Basistarif

·       er wurde insbesondere für diejenigen geschaffen, die bisher nicht versichert waren.

·       Grundlage für die Einführung war zunächst eine soziale Forderung, nach der es jedem Menschen möglich sein muss, einen finanzierbaren Krankenversicherungsschutz zu erhalten.

Daraus entstand 2009 eine gesetzliche Regelung, nach der jeder in Deutschland lebende Bundesbürger krankenversichert sein muss.

·       Er ist verbandseinheitlich geregelt

·       Die Leistungen sind auf dem Niveau der GKK, ähnlich wie beim Standardtarif, z.T. aber darüber hinaus, z.B. bei Krankengeldzahlungen oder Mutterschutz-Leistungen

·       Bei Hilfsbedürftigkeit müssen fehlende Beitragsteile (z.B. Risikozuschläge) von der Versichertengemeinschaft getragen werden,  d.h. den Gesamtbestand der Basistarif-Versicherten

·       Bei Nichtzahlung von Beiträgen  in der PKV erfolgt eine zwangsweise Überführung in den Basistarif.

Die Belastung muss von allen voll versicherten Kunden mit einem Basiszuschlag finanziert werden.